Zubereitung
Dazu zählen: Mairübe, Herbstrübe, Teltower Rübchen, Navets, Stielmus oder Rübstiel.
Im Mittelalter, vor Einführung der Kartoffel war die Speiserübe zusammen mit der Kohlrübe ein wichtiges Nahrungsmittel.
Die feinsten unter den Speiserüben sind die Teltower (benannt nach dem Anbaugebiet in Brandenburg).
Rübstiel, Stielmus oder Namenia war lange Zeit nur eine rheinische Spezialität, wird aber seit einiger Zeit auch bei uns bekannter.
Die Wurzeln sind variabel in Form und Farbe. Diese kann lang, spindelförmig, rund, oval, weiß, gelb oder rotrindig sein. Das Fleisch ist weiß bis gelblich, im oberen Teil der Rübe oft abweichend grau, grünlich, rot-violett bist fast schwarz verfärbt.
Mairüben sind nur klein, kugelig und weißfleischig und werden wie der Name sagt im Mai/Juni vertrieben. Ihr Geschmack ist zwischen Radieschen und Kohlrabi anzusiedeln und kann wie diese verwendet werden. Eignet sich auch als Rohkost.
Herbstrüben sind größer, rund, ebenfalls weißfleischig, doch grün- oder rotköpfig und herber im Geschmack. Sie kommen ab Oktober/November in den Verkauf
Besonders kleine Wurzeln haben die Teltower Rübchen. Ihr weißes Fleisch hat einen höchst angenehmen, leicht süßlichen Geschmack. Sie werden glasiert oder gratiniert, d.h. gebacken oder gegrillt gegessen.
Stielmus schließlich ist gar kein Wurzel- sonder ein Blattgemüse. Es sind die Blätter der weißen Rübe oder Herbstrübe, von Sorten, die gar keine Wurzel bilden. Die Blätter werden wie Spinat zubereitet.
Speiserüben haben einen beachtlichen Anteil an Eiweiß und Kohlehydraten
(Vorsicht- Diabetiker).
Mineralstoffe: Kalzium, Kalium, Phosphor, Eisen, Natrium, Provitamin A, Vitamin B1, B2, B6 und C.
Ätherische Öle (ein bakterizides 2-Phenyläthylsenföl) geben der Speiserübe den angenehm, milden, rettichähnlichen Geschmack. Da sie reich Wasser und Ballaststoffen ist, stellt sie eine kalorienarme Schlankheitskost dar.
Das Sortiment ist groß und unterscheidet sich in erster Linie durch die Eignung für den Frühjahrs- oder Herbstanbau.
Speiserüben können auch als Eintopf oder als Püree und auch zum Binden von Cremesuppen verwendet werden.
