Zubereitung
Stachelbeeren sind die Früchte verhältnismäßig kleiner, höchstens 2 m hoch werdender, winterkahler, bestachelter Sträucher. Ihre feine und feste Schale ist glatt oder mit mehr oder weniger borstigen Flaumhaaren bedeckt. Die Farbe der reifen Beeren ist weißlich-grün, goldgelb oder hellbraun bis rot, häufig durchscheinend und mit weißlichen Streifen durchzogen. Das weiche, sehr saftige Fruchtfleisch enthält viele kleine, essbare Kerne. Es schmeckt je nach Reifezustand und Sorte sauer bis köstlich süß. Nach den Tafeltrauben weisen reife Stachelbeeren den höchsten Zuckergehalt aller einheimischen Beeren auf. Ihr angenehm säuerlicher Geschmack beruht vor allem auf dem Gehalt an Äpfel – und Zitronensäure. Diese wirken appetitanregend und verdauungsfördernd. Weiter wesentliche Inhaltsstoffe: 20-50mg% Vitamin C, Provitamin A, die Vitamine E und der B-Gruppe, die Mineralstoffe Kalium, Calcium, Phosphor, Natrium das Spurenelement Silicium sowie ein hoher Gehalt an Pektin, d.h. die Frucht geliert leicht.
Die meisten der heute in aller Welt angebauten, fast 1000 Sorten kommen aus England, dem Land, in dem die Stachelbeere seit jeher mit besonderer Liebe Kultiviert wird.
Die Stachelbeere ist die einzige heimische Beerenobstart, bei der es eine sogenannte „Grünpflücke“ gibt. Die grün und unreif gepflückten Beeren haben zwar nur 1/3 ihrer endgültigen Größe, sind aber für die Verarbeitung bestens geeignet und auf dem Markt auch gefragt. Nicht vollreife Stachelbeeren müssen aber immer vor dem Essen gedünstet werden.
Reife, frische Früchte sind eine Delikatesse, und wandern am besten direkt in den Mund, sie eignen sich aber auch vorzüglich zur Herstellung von Kompott, Konfitüre, Gelee, Sirup, Kaltschalen und Fruchtsoßen sowie Kuchen- und Tortenbelag usw. Auch zum Tiefgefrieeren sind Stachelbeeren recht gut geeignet
