Zubereitung
Indianische Kartoffel. Im 18. Jahrhundert total von der Kartoffel verdrängt, wurde sie erst wieder durch die Hungerzeit kurzfristig wahrgenommen. Erst in den letzten Jahren wurde sie wieder durch Neuzüchtungen kultiviert.
Vorbereitung: Topinambur kann roh (mit Zitronensaft überträufeln) über Salate geraspelt, sowie gekocht verzehrt werden. Im gekochten Zustand ist der Geschmack leicht nussartig und süßlich. Die dünne Haut kann, muss aber nicht entfernt werden, es reicht vor der Zubereitung mit einer Bürste kräftig zu bürsten. Lecker schmeckt sie auch nach dem Kochen in Scheiben geschnitten, mit in Butter gerösteten Semmelbrösel übergossen, oder als Püree zubereitet.
Tipp: Topinamburknollen enthalten ca.80% Wasser, 15-20% Kohlenhydrate, ca.3% Eiweiß, weniger als 1% Fett, Kalium Calcium, Phosphor, Eisen und Silizium, sowie Provitamin A und die Vitamine B1,B2,B6,D und C.
Von besonderer Bedeutung ist der hohe Gehalt an dem stärkeähnlichen Kohlehydrat Inulin ( nicht zu verwechseln mit Insulin) . Inulin wird unter Einwirkung von Säuren und Fermenten in Fruchtzucker gespalten, d.h. in eine für Diabetiker verträgliche Zuckerform, daher auch der Name „Diabetikerkartoffel“. In der Volksmedizin wird diese Knolle Als „Geschenk des Himmels“ bezeichnet, da man ihr auch sonst noch allerlei therapeutische Wirkungen nachsagt (Leber, Galle, Magen). Topinambur hat deutlich appetithemmende Eigenschaften.
Saison ist von Oktober bis Mai.
